Hydrolisiert
Hydrolysiert beschreibt ein Protein oder Peptid, das durch einen Prozess namens Hydrolyse in kleinere Bausteine, sogenannte Peptide oder einzelne Aminosäuren, aufgespalten wurde. Bei diesem Prozess wird unter Zugabe von Wasser eine chemische Bindung im Molekül aufgebrochen.
Am bekanntesten ist hydrolysiertes Kollagen, bei dem die großen, schwer löslichen Kollagenfasern in kleinere, wasserlösliche Peptide zerlegt werden. Dadurch lässt sich das Protein leichter in Wasser oder Flüssigkeiten einrühren.
Der Begriff "hydrolysiert" bezieht sich rein auf den Verarbeitungsschritt, nicht auf die Herkunft des Ausgangsproteins. Hydrolysate können sowohl aus tierischen Quellen, etwa Rind oder Fisch, als auch aus pflanzlichen Proteinen hergestellt werden.
Mehr über Hydrolysate
Bei der Hydrolyse werden große Moleküle mithilfe von Wasser und meist von Enzymen in kleinere Bruchstücke zerlegt. Bei Kollagen spricht man dann von Kollagenhydrolysat oder Kollagenpeptiden. Normales Kollagen oder Gelatine bildet in Wasser ein Gel, hydrolysiertes Kollagen löst sich dagegen leicht auch in kalten Flüssigkeiten und geliert nicht. Das macht es praktisch für Pulver, Kapseln und Getränke. Auch Molkenprotein gibt es als Hydrolysat, das schon teilweise „vorverdaut“ ist. Die Angabe in Dalton (Da) beschreibt die durchschnittliche Größe der Peptide: Je kleiner der Wert, desto kürzer sind die Bruchstücke.
Gut zu wissen
- Kollagenhydrolysat ist geschmacksneutral und lässt sich in Kaffee, Smoothies oder Joghurt einrühren.
- Hydrolysiert bedeutet nicht vegan: Kollagen stammt immer aus tierischen Quellen.
- Hydrolysierte Proteine schmecken oft leicht bitter, das ist normal.